Das Hagelgewitter vom 21. Juli 1998 über Luzern war eine Superzelle. Das erste Echo des Gewitters war um 1440 Uhr knapp westlich von Thun erkennbar. Danach verstärkte sich die Zelle rasch, zog über das Napfgebiet Richtung Luzern und hinterliess eine Spur der Verwüstung. Um 17 Uhr erreichte das Gewitter den Zürichsee und zerfiel danach rasch.
Auffallend ist die Zugrichtung des Gewitters. Die generelle
Höhenströmung war aus SSW. Das sieht man an der Bewegung der
vielen schwachen Radarechos. Das Gewitter zog aber in der stärksten
Phase in Richtung ENE, bog also nach rechts ab. Diese Rechtsbewegung wurde
durch die starke Eigendynamik des Gewitters erzeugt.
