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Produkte
Winter
Das neue Wunderbild auf der Homepage www.metradar.ch unterscheidet
Regen und Schneefall, zeigt die Höhe der Schneefallgrenze, die Bewölkung nachts,
und weist auf Gefriergefahr am Boden hin.
Hierzu werden die Messdaten des ETH-Radars mit Bodenmessungen und Radardaten der MeteoSchweiz
kombiniert. So kann das Bild auch bei Ausfall des ETH-Radars aktualisiert werden. Im 5-min Takt
werden die Messdaten im Umkreis bis zu 60 km um Zürich ausgewertet und auf einer hochaufgelösten
Karte dargestellt. Bei Betrieb des ETH-Radars werden die Niederschlagsdaten auf dem
PPI-Niveau des ETH-Radars so knapp als möglich über Boden (0 - 1.5 km) gewonnen.
Dadurch ist eine hohe Trefferrate des am Boden ankommenden Niederschlages gewährleistet.
PPI
Das klassische ETH-Radarbild mit dem gewohnten Relief als Hintergrund gibt es selbstverständlich
weiterhin. Wie bis anhin wird die Niederschlagsintensität in den folgenden Stufen dargestellt:
Schwach (0-1 mm/h)
Mässig (1-10 mm/h)
Stark (10-100 mm/h)
Extrem (> 100 mm/h, oft auch Hagel)
Entsprechend der Antennendrehung werden die Niederschläge auf einer mit der Distanz vom
Radarstandort zunehmenden Höhe aufgenommen. Bei der Standard-Elevation von 1.5 Grad
über der Horizontalen steigt die Messhöhe von 600m (Höhe der Radarantenne)
auf 3300 m über Meer in einer Distanz von 100 km. Dank des exponierten Radarstandortes
wird der Radarstrahl auf diesem Winkel kaum durch Hügel und Berge behindert. Eine Ausnahme
ist der Uetliberg, welcher etwa die Hälfte des Radarstrahles abdeckt. Dieser Effekt wird
in den Niederschlagsbildern automatisch korrigiert. Die maximale Distanz ist im Sommer
standardmässig auf 180 km, im Winter auf 120 km eingestellt. Im Winter bringt eine Radarmessung
über 120 km nicht viel, da der Radarstrahl in den meisten Fällen über den
Niederschlagsgebieten liegt und diese somit nicht mehr erfassen kann. Standardmässig
werden mehrere Bilder mit unterschiedlicher maximaler Distanz dargestellt:
Normalbild (bis 120 km, grosse und kleine Version abrufbar)
Nahbild (hochaufgelöst, bis 20 km)
Fernbild (bis 180 km, nur im Sommer)
Handybild (bis 120 km, geringere Bildauflösung)
Neu ab 10.2.2006: Das Normalbild gross zeigt ab sofort die Daten
des Albis-Radars der MeteoSchweiz, sofern das ETH-Radar ausser Betrieb ist. So kann ein
durchgehend aktualisiertes Radarbild angeboten werden. Zu beachten sind aber folgende Anpassungen,
falls auf die Daten des Albis-Radars zurückgegriffen werden muss.
1. Um die Aktualität des Radarbildes zu verbessern, wird eine 5-minütige Radarbild-Vorhersage
gerechnet und dargestellt.
2. Auf dem Bild wird das Maximum der Messungen von verschiedenen Höhen
(0-12 km) projiziert. So sind die dargestellten Intensitäten des Albis-Radars im Durchschnitt
höher als jene des ETH-Radars.
PPI Z/V (Radarreflektivität/Dopplergeschwindigkeit)
Nebst der Darstellung des Niederschlages zeigt diese gif-Animation die primäre Messgrösse
eines Radargerätes, die sog. Radarreflektivität (Z) und die Dopplergeschwindigkeit (V).
Im Gegensatz zu den Darstellungen des Niederschlages sind diese Messgrössen ungefiltert.
Die Darstellungen geben nützliche Zusatzinformation über wichtige Prozesse in
der Atmosphäre (z.B. Erkennung von Mesozyklonen in Gewittern). Die korrekte Interpretation
setzt allerdings eine gute Portion physikalisches Verständnis und Erfahrung voraus.
RHI Z/V
Nebst der PPI-Darstellung kann ein Vertikalschnitt (RHI) zusätzliche Aufschlüsse
über die vertikale Erstreckung und Struktur von Niederschlagssystemen liefern. Ein gut
platziertes RHI durch eine Gewitterzelle kann beispielsweise die Höhe des Gewitterturmes
anzeigen. Allerdings müssen RHI's manuell gestartet werden, sind also für den
Routinebetrieb ungeeignet. Am ehesten kann bei sommerlichen Gewitterlagen mit RHI-Aufnahmen
gerechnet werden.
CAPPI Z/V
Gelegentlich werden mehrere Scans auf verschiedenen Elevationen gemacht, um Volumeninformation
von Gewittern und Gewittersystemen zu gewinnen. Man kann dann Pseudo-Horizontalschnitte (sog.
CAPPI's) generieren, und man muss sich dann nicht mehr mit Messungen auf unterschiedlicher
Höhe herumschlagen. Standardmässig werden Schnitte auf 5 km Höhe generiert,
da auf dieser mittleren Höhe Mesozyklonen in Superzellengewittern besonders gut erkennbar
sind.
Windprofil
Eine Darstellung des Horizontalwindes auf verschiedenen Höhen im Zeitabstand von 5 Minuten.
Es handelt sich um gemittelte Windvektoren, welche aus der Dopplerinformation berechnet werden.
Die Mittelung erstreckt sich über die Radarmessungen im Umkreis von 20 km um den
Radarstandort. Die Codierung der Windvektoren entspricht der Darstellung auf Wetterkarten.
Handy
Das Handybild ist ein in der Grösse reduziertes PPI der Radarreflektivität. Als
einziges Bild kann es auf einer festen Bildadresse, endend mit .png, aufgerufen werden.
Loops
Die populärsten PPI-Bilder sind auch als Loops (gif-Animationen) über 6 Bilder resp.
18 Bilder (nur Normalbild klein) abrufbar.
Archiv 2 Tage
Die Normalbilder gross werden als Stundenloops bis 2 Tage zurück archiviert. Danach werden
die Loops überschrieben und gehen verloren.
Demo-Archiv
Besonders spannenende Radarbild-Sequenzen werden mit Kommentar versehen und im Demo-Archiv
abgelegt.
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